Sauerteig-kompakt-Brot

Brot selber backen will wahrscheinlich jeder irgendwann mal: Sich als richtiger Bäcker fühlen, den Geruch im eigenen Haus haben und a la Goldmarie mit einem großen Schuber die rufenden Brote aus dem Ofen holen.

Auch hier stellte sich raus, so einfach ist das leider nicht.

So ein Hefeteigbrot hatte ich ja schon mal gemacht, gar kein Problem, aber schmeckt halt nicht wie richtiges gekauftes Brot. Also sollte ein Sauerteigbrot her. Aber egal wen ich gefragt habe, keiner wusste, wie das geht. Alle wussten nur, irgendwie muss man sich den Sauerteig besorgen, den kann man wohl beim Bäcker holen oder so. Aber so ein Sauerteig muss doch irgendwann einen Anfang gehabt haben?!

Nun ja, beim ersten Brot muss man ja das Rad nicht neu erfinden, also habe ich im Kaufmannsladen fertigen Sauerteig von Seitenbacher gekauft. Dann habe ich mir, wie man das als Hobbykoch so macht, bei Chefkoch ein Brotrezept raus gesucht und das gebacken. Es kam mir nach dem Ruhen über Nacht auch irgendwie komisch vor, dass da nichts passiert war, aber was weiß ich schon! Also habe ich weiter gemacht und geknetet und geformt und den Teig in mein improvisiertes Gärkörbchen gelegt und gewartet dass er geht. Und gewartet und gewartet und gewartet… Es wurde später und später und ich musste das Brot langsam backen, weil es abends war und ich auch irgendwann schlafen musste. Also ab in den Ofen! Nach einer Stunde war das Brot fertig und sah ganz toll aus!

Am nächsten Tag haben wir es dann feierlich angeschnitten und fest gestellt, es ist auch beim Backen nicht aufgegangen… Eine Scheibe wog ungefähr 120g (eine handelsübliche Scheibe wiegt so 45g), war also sehr sättigend 😀, aber es war wirklich lecker! Da fängt man an zu googlen und sucht nach Lösungen, da steht doch Sauerteig drauf! Ist es denn keiner?

Nach viel Suchen und Lesen in reichlich Foren haben wir auch eine Moral von der Geschichte: der Sauerteig, den man kaufen kann, ist für den Geschmack, aber nicht zum Gären.

Aufgegeben habe ich in diesem Fall aber nicht. Auch jetzt muss man das Rad nicht neu erfinden, nach reichlich Recherche habe ich einen Blog gefunden mit einer hervorragenden bebilderten Anleitung: Der Klang von Zuckerwatte Damit hat alles genauso funktioniert und ausgesehen wie es sollte. Jetzt habe ich seit einiger Zeit meinen eigenen kleinen Sauerteig im Kühlschrank, der sich schon vielfach bewährt hat! Und noch ein Tipp: Das Brotrezept, das dabei steht, ist ganz wunderbar 😉
Und ausgesehen hat es dann auch noch ganz toll!

Sauerteigbrot Sauerteigbrot mit Buttermilch

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3 Gedanken zu “Sauerteig-kompakt-Brot

  1. Oh wie fein! Es freut mich riesig, dass Dir die Anleitung geholfen hat und das Brot dann auch (wie es sich anhört) gut geschmeckt hat. Es geht doch kaum etwas über das stolze Gefühl, wenn man sein selbst gebackenes Sauerteigbrot, wie Goldmarie, aus dem Ofen retten kann! 🙂
    Ich wünsche Dir weiterhin viel Spaß beim Brot backen!
    Liebe Grüße,
    Ylva

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