Handmade Kultur vs. Your Handmade Home

Heute kommt mal etwas außer der Reihe:

Vor zwei Jahren im Schottlandurlaub bin ich zufällig auf die Zeitschrift „your handmade home“ gestoßen, die ich damals gleich gekauft und seitdem, zuerst recht regelmäßig dann eher unregelmäßig, bestellen lassen habe. Man braucht dafür nämlich eine Kreditkarte, die habe ich nicht, also muss ich immer meine Mama fragen, ob sie mir die Zeitschrift bestellt. Natürlich suche ich jetzt auch schon genauso lange nach einem deutschen Äqivalent, vor allem wegen meiner schlechten Englischkenntnisse (auch in Bezug auf Handarbeitsfachbegriffe).

Vor ein paar Wochen bin ich dann genauso zufällig darauf gestoßen, dass es von Handmade Kultur eine Zeitschrift gibt. Ab jetzt baut alles auf Zufällen auf 😀 Dann hatte ich letztes Wochenende im Zeitschriftenladen besagte Zeitschrift in der Hand, habe mich aber gegen Kaufen entschieden, warum weiß ich auch nicht so genau. Und dann (jetzt komme ich wirklich zum Punkt 😉 ) habe ich auf der Homepage von Handmade Kultur gesehen, dass man sich als Blogger ein kostenloses Exemplar schicken lassen kann, um darüber zu schreiben! Das habe ich prompt gemacht und pünktlich zu meiner vierstündigen Zugfahrt am Freitag ist die Zeitschrift da gewesen!Cover

Ich will nicht wirklich eine Rezension über die Zeitschrift schreiben, ich bin kein guter Journalist, nahezu gar keiner 😉 Ich will mich eher an mein bisheriges Prinzip halten, und davon berichten wie ich Dinge selbst mache, dafür gibt die Zeitschrift auch einiges her. Da ich sie aber erst seit ein paar Tagen habe, wird es noch etwas dauern, bis ich darüber berichten kann 😉

Trotzdem möchte ich auch ein bisschen zu der Zeitschrift im Allgemeinen sagen, da ich nun mal Erwartungen hatte und auch einen Vergleich ziehen kann. „Your handmade home“ besteht wirklich fast nur aus Anleitungen und das ist nun mal das, was man sich als Selbermacher wünscht. Daher war ich ein bisschen traurig, dass in der Handmade Kultur nicht so viele Anleitungen sind. Wobei man das vielleicht genauer bezeichnen muss: Es sind nicht so viele Anleitungen für meine Interessen (nähen, stricken, häkeln). Einen Pullover gibt es, eigentlich ganz schlicht, aber mit einer Goldkette als Nahtaccessoire. Wahrscheinlich kann ich das nicht so gut erklären, aber wenn es wieder auf den Winter zu geht, kann man hier sicher noch etwas dazu lesen 😉
Aber es gibt in der Zeitschrift umso mehr Artikel über Menschen und ihre Arbeit. Das ist durchaus interessant (ich habe auf der Zugfahrt auch schon fast alle gelesen), war aber nun mal nicht meine Erwartung an die Zeitschrift. Was ich aber sagen muss: Der Stil, in dem die Artikel geschrieben sind, gefällt mir wirklich gut! Großes Lob an die Autoren!

Und ein Artikel hat mir auch besonders gefallen, aus persönlichen Gründen 😉 Er handelt von einem Herren, der vor 22 Jahren (als er in Rente gegangen ist) angefangen hat, Puppenhausmöbel zu schreinern und zu drechseln.
Das hat mich an meinen Opa erinnert. Der drechselt zwar schon immer, aber seit er in Rente ist, hat er dafür natürlich mehr Zeit 🙂 Und deswegen kommt jetzt ein bisschen Werbung in eigener Sache 😉 Mein Opa ist auch ein bisschen wie der Herr aus der Zeitschrift (der leider nicht im Internet vertreten ist): Immer wenn Zeit ist, ist er im Keller und drechselt irgendwas. SpinnradEr überlegt sich auch völlig neue Sachen! Früher standen bei meinen Großeltern vor allem Etageren und Blumenständer rum. Aber man muss ja mit der Mode gehen, oder auch dagegen: Irgendwann hat er sich überlegt, dass man so ein Spinnrad ja auch selbst herstellen können muss! Gesagt, getan: Man informiert sich, man probiert aus und seit einigen Jahren stellt er auch Spinnräder her.
Und wenn ich selbst eine Idee habe, kann er die meistens umsetzen. Schicke Kerzenständer aus Holz, genau wie man sie in allen Dekoläden kaufen kann, nur eben selbst gemacht! Falls jemand Interesse hat, mein Opa hat sogar eine Homepage: drechsler-wolf.de Sie ist jetzt nicht besonders aufwendig, oder umfangreich, aber man kann sich ein paar Bilder ansehen und einen Eindruck gewinnen 🙂 Falls also jemand um Thüringen rum unterwegs ist und Interesse hat: ganz tolle Sachen! 😀

Genug der Werbung! Die Zeitschrift gefällt mir (und ich muss unbedingt rausfinden, ob ich öfter Probeexemplare bekommen kann 😉 ) und ich werde sicher noch einiges davon nachbasteln/nähen. Und auch wenn dieser Beitrag ganz anders war als alle anderen, soll es an einer Moral von der Geschichte nicht fehlen: Es ist nie zu spät, etwas zu tun was man liebt! (So haben es uns der Artikel in der Handmade Kultur und mein Opa gelehrt.)

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s