Die Kragenweite hat also einen Sinn…

Mit dem Pullover vor einiger Zeit habe ich den ersten Schritt versucht in Richtung „der Mann im Haus muss keine Klamotten mehr kaufen“. Mit dem Pulli hat das zwar nicht so gut geklappt, weil der mir viel besser steht 😀 aber es ist ja auch der Gedanke, der zählt, der gute Wille und so 😉
Aber nun habe ich einen zweiten Anlauf gestartet: Ein T-Shirt sollte her! Auch hierfür habe ich ein Vorhandenes genommen, eins was besonders gut aussieht 😉 Diesmal musste ich keine Zettel zusammen kleben, ich habe mir für das Kleid so Schnittmusterpapier gekauft. Aber im Prinzip lief alles genauso. Ich hab das Papier ausgebreitet, das T-Shirt drauf gelegt und dann drum rum gemalt. 

Danach lief (erst mal) alles glatt. Ich hab erst die Schulternähte geschlossen, dann die Ärmel angenäht und zum Schluss die Seiten geschlossen, alles wie beim Pullover. Hat auch super funktioniert, die Ärmel waren wieder sehr großzügig zu mir. Als vorletztes habe ich die Ärmel und das Bündchen doppelt eingeschlagen und mit Zick-Zack-Stich vernäht. Alles toll!

Dann das Halsbündchen… Ich hab mich von meinen guten Erfahrungen mit dem 0,8 mal so langen Bündchen verleiten lassen… Also habe ich es wieder so gemacht. Das war natürlich ein Fehler. Es war viel zu eng!

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Natürlich hatte ich die Ziernaht schon genäht, weil ich meiner Sache so sicher war… Als mir klar wurde, dass ich das wieder auf machen muss, hab ich fast angefangen zu weinen!
Dann kam mir aber abends im Bett der glorreiche Einfall, dass ich es auch einfach raus schneiden kann. Ich mein, es ist ja sowieso viel zu eng. Also habe ich mich hin gesetzt und es raus geschnitten. Bei den Schulternähten war ich mir erst nicht so sicher, weil ich die Verriegelung dann auch hätte raus schneiden müssen. Aber dann habe ich mich dafür entschieden. Das Bündchen wird ja dann auch wieder drüber genäht und dann ist das bestimmt alles fest!

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Dann habe ich den Hals des Herren gemessen und er sagt ganz stumpf zu mir: „Kragenweite 42.“ Das hab ich auch gemessen… Die Kragenweite hat also tatsächlich einen Sinn! Es ist ne Zentimeter-Angabe! Hätte ich das vorher gewusst, hätte mir auch selbst klar werden können, dass ein Ausschnitt von 38cm zu klein wird!
Dann habe ich ein Bündchen mit 42cm zugeschnitten und zusammen genäht. Und ich habe es anprobieren lassen, bevor ich es ans T-Shirt genäht habe! Noch mal wollte ich mir die Arbeit nicht machen! Das war ihm aber auch noch ein bisschen zu eng, so vom Wohlgefühl, Männer sind ja auch sehr feinfühlig 😉 Also gabs von mir noch ein drittes Bündchen, noch einen cm drauf und der Mann war zufrieden 🙂

Dann habe ich es fest genäht und diesmal die Ziernaht mit schwarzem Faden genäht. Nach dem MamaSun für mich und dem ganzen T-Shirt für den Mann, war der graue Faden so gut wie leer. Aber das machte auch gar nichts, ich hatte nämlich noch mehr mit dem T-Shirt vor 😉

Irgendwann hatte ich nämlich mal irgendwo gelesen, dass jemand mit Textilfarbe einen Roboter auf eine Tasche gemalt hat. DSC02496Damals hab ich mir gleich Textilfarbe gekauft 😀 Das wollte ich jetzt mit dem T-Shirt auch machen. Bei der Umsetzung war ich unsicher. Als erstes habe ich ein Bild im Internet gesucht und gefunden, das habe ich ausgedruckt und ausgeschnitten. Dann habe ich das Papier mit gerolltem Kreppband an meinen Stoffbeutel geklebt. (Ich bin ja nicht blöd! Bei Farbe ist ein Testlauf gar nicht dumm!) Das habe ich dann ausgemalt. DSC02498Man sieht schon bei der Vorlage, besonders gut kleben konnte man das nicht, die Einzelheiten vom Roboter waren zu klein. Aber deswegen gab es ja den Testlauf. Beim Malen hab ich die Papierkanten immer ein bisschen nach unten gedrückt, aber optimal war das auch nicht. Der Roboter auf meiner Tasche sieht ein bisschen so aus, als würde er eine Armbanduhr tragen 🙂

Die Tasche werde ich trotzdem tragen, ist ja nur ein Stoffbeutel, den ich mit zum Einkaufen nehme. Von weitem wird man das wahrscheinlich gar nicht sehen. Aber trotzdem musste für den T-Shirt-Plan eine neue Lösung her. Aber auch dazu habe ich irgendwann mal irgendwo was gelesen 😉 Nämlich dass man diese selbstklebende Folie, mit der man früher immer seine Bücher eingeschlagen hat, dafür benutzen kann. Also wieder los, selbstklebende Folie kaufen.

Dann habe ich das Bild noch einmal gespiegelt ausgedruckt und einfach auf die Papierseite der Folie durchgepaust. Das Ausschneiden war eher eine Herausforderung. Meine stupfe Schere kann ich nicht einfach durch Folie drücken, das ging bei dem Papier schon kaum! Also habe ich mir den Cutter aus meinem Werkzeugkoffer genommen.
Sagen wir mal so: Es ging. Aber sollte ich davon in Zukunft mehr machen, brauche ich dringend neues Werkzeug!

Folie aufs T-Shirt kleben (ich habe an einem Reststück getestet, ob man sie auch einfach wieder abziehen kann 😉 ) und anmalen!

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Die Folie hat super gehalten und es ist nichts drunter gelaufen. An dem einen Bein ist sogar ein bisschen zu wenig Farbe, weil ich so Angst hatte, dass was drunter läuft… Die Folie hab ich danach leider weg geschmissen. Ich habe mich auch echt geärgert, dass ich kein großes Stickeralbum zu Hause habe! Als der Mann dann wieder da war, sagte er: „Klebs doch auf ne Klarsichthülle.“ Und wieder einmal musste ich mich fragen: Wieso ist mir das nicht eingefallen?! Naja, jetzt ist der Roboter im Müll, nächstes Mal komm er dann auf ne Klarsichthülle.
Die Farbe musste dann noch fünf Minuten eingebügelt werden. Ist irgendwem klar, wie lang fünf Minuten sind, wenn man nichts anderes macht als eine 10x10cm Stelle zu bügeln? Und das zweimal?

Aber das wars dann auch schon! Der ganze Prozess hat ca. eine Woche gedauert, aber ich würde fast behaupten wollen, dass das in Zukunft schneller geht. Das eigentliche Nähen des T-Shirts hat auch nur eine halbe Stunde gedauert! Und dann haben wir gestern bei schönstem Wetter auch noch Fotos von dem guten Stück gemacht!

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Hier sieht man ein wenig, dass die Naht am Hals schwarz ist, außerdem gibt es einen Eisbärhintern im Hintergrund 😀

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Das war also mein erstes T-Shirt für den Mann und behalten darf er es auch 😉 Die Moral von der Geschichte: Wenn etwas einen offensichtlichen Namen trägt (Kragenweite), dann hat das sicher was zu bedeuten.

Und verlinken werde ich auch, nämlich bei Für Söhne und Kerle und bei Alles für den Mann!

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3 Gedanken zu “Die Kragenweite hat also einen Sinn…

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