Wo soll ich nur anfangen

In letzter Zeit habe ich viel genäht und wenig geschrieben! Jetzt ging die Uni vor ein paar Wochen wieder los, also will ich das Genähte erst mal „wegschreiben“. Beginnen werde ich mit einem Oberteil für mich 😉 Vor einer Weile war ja Stoffmarkt in meinem Städtchen, da habe ich nicht nur das Wachstuch für meine Susie gekauft, sondern auch Jersey. T-Shirts hat man immerhin nie genug! Da ich aber immer noch kein Schnittmuster aus meinen (super sitzenden) H&M-T-Shirts gemacht habe, war ich wieder mal auf der Suche nach etwas Neuem und stieß dabei auf das Schnittmuster Mechelen.

Zunächst einmal muss ich sagen: Das ist endlich mal ein platzsparendes Schnittmuster! Zehn Blatt Papier für Vorder-, Rückteil und Ärmel habe ich bisher noch nie gehabt! Und eine Seite Kurzanleitung ist auch dabei. Wenn man schon ein paar Oberteile genäht hat, ist diese Anleitung ausreichend, sie gibt einfach wieder, in welcher Reihenfolge man zu arbeiten hat.

Also Zuschneiden! Das war eher eine Zuschneideorgie. Den blauen Jersey (der natürlich nicht auf dem Zuschneidebild ist 😀 ) hatte ich eigentlich für ein T-Shirt für den Mann im Haus gekauft. Aber was für ihn gut genug ist 😉 Außerdem war es ihm für ein ganzes T-Shirt zu blau, also hatte ich mehr als genug. Als erstes haben wir hin und her diskutiert, ob nun der kleine oder der große Teil vom Shirt blau sein soll. Dafür habe ich mich auch in den Stoff eingewickelt, davon gibt es aber keine Blider 😉

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Im unteren Teil sieht man auch schon das Schnittmuster für den Mann im Haus

DSC02786Das Nähen war dann erst mal unspektakulär. Schwierig war es, unter den Armen die Nähte und Farbteile schön gerade und vor allem unter beiden Armen gleich hinzukriegen… Unter beiden Armen gleich ist mir auch nicht gelungen…

Nachdem ich alle Teile zusammen genäht habe, habe ich das Ganze erst mal angezogen, um zu sehen, DSC02792ob ich Bündchen brauche, oder einfach umnähen kann. Vom Schnittmuster aus kann ich immer so schlecht abschätzen, wie lang das alles wird. Es war auf jeden Fall lang genug, also habe ich das untere Bündchen doppelt eingeschlagen und festgenäht, die Ärmelbünchen habe ich nur einfach eingeschlagen. Und dann bin ich dazu übergegangen, das so festzunähen, dass kein Stoff mehr übersteht. Also so, dass die Naht die Kante komplett einfasst. Ach was solls, es gibt ja auch ein Foto 😉

DSC02793Ich finde, dass das richtig professionell aussieht! Ich habe mich wirklich übermäßig über diese Nähte gefreut, da wirken die einfachen Seitennähte richtig fehl am Platz… Wie man hier sieht, ist da auch der Stoff zu lang und die drehen sich dann so ein… Demnächst muss ich daran arbeiten, auch die zu-mach-Nähte irgendwie professioneller hinzukriegen, ohne mir gleich ne teure Overlookmaschine zu kaufen. Naja.

DSC02670Als ich die Anprobe für die Länge gemacht habe, ist mir aufgefallen, dass die Naht auf der Brust irgendwie komisch „steht“. Wahrscheinlich kann man das auf dem Foto wieder gar nicht sehen und ich seh es nur, weil es weiß… Aber es ist wirklich da gewesen! Ich weiß jetzt nicht genau, vielleicht lag es auch daran, dass ich den überstehenden Stoff an der Naht nicht zurück geschnitten hatte. Auf jeden Fall habe ich da beschlossen, ich näh das einfach runter. Dann noch das Schildchen aufnähen und fertig! So siehts aus!

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Das „Runternähen“ hats irgendwie nicht gebracht… Jetzt ist das irgendwie so wellig… Aber das ist auch das einzige, was ich auszusetzen habe. Allerdings hätte ich dafür auch gerne ne Lösung (in Kürze kann man hier nämlich sehen, dass ich das beim T-Shirt für den Mann im Haus einfach nochmal gemacht habe).
Das weiße Schild sticht natürlich etwas hervor, aber eigentlich gefällt mir das ganz gut. Es gibt bestimmt Möglichkeiten, das unauffälliger anzubringen, damit werde ich mich auch an anderer Stelle beschäftigen 🙂

Am Anfang hat mir das Oberteil übrigens gar nicht gefallen und dem Mann im Haus auch nicht. (Aber vielleicht sollte man das anders rum erzählen: Ihm hat es nicht gefallen und deswegen hat es mir auch gar nicht gefallen :D) Ich habe bisher gar keine Teile, mit so Fledermausärmeln (ich hab mir sagen lassen, das heißt so) und irgendwie war das wabbelig und hing komisch und sowieso! Dann hatte ich überlegt, es einer Freundin anzudrehen oder zu verkaufen. Allerdings ist mir noch ein kleines Missgeschick passiert 😮 Als ich die Fäden vom Schild abgeschnitten habe, hab ich einfach ins Shirt geschnitten…
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Der Stoff ist sehr dünn und meine Schere scheint hervorragend zu funktionieren, wenn man es nicht braucht… Man sieht es eigentlich gar nicht, einerseits wegen der Stelle, andererseits wegen dem Schwarz. Aber wem anders wollte ich es dann auch nicht mehr andrehen.

Dann habe ich es einfach zwei Tage getragen und ganz viele Komplimente dafür eingesammelt und schon gefällt es gleich viel besser! Das empfehle ich wirklich allen, die sich nicht sicher sind, ob irgendwas gut aussieht oder zu einem passt 😀 Und mit diesem Schlusswort geht es zur (nährelevanten) Moral von der Geschichte: Im Gegensatz zu Bündchen kann man anscheinend „normale“ Jerseynähte nicht einfach nach unten nähen, ohne dass es wellig wird und sch**** aussieht…

Und zum Schluss geht es noch ab zu RUMS (glücklicherweise ist heute Donnerstag) und zur Kostenlosen Schnittmuster Linkparty 🙂

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5 Gedanken zu “Wo soll ich nur anfangen

  1. Hallo! Dein Fledermausshirt gefällt mir gut, das Blau ist wirklich schön. Ich würde die Naht an der Brust nach unten bügeln und vielleicht nochmal absteppen dann kann sie sich nicht mehr „drehen“. Kannst Du an Deiner Nähmaschine den Fußdruck verstellen? Den würd ich geringer machen, dann wellt sich Jersey auch nicht so. Trotzdem ein schönes Teil!
    LG Vanessa

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  2. Hey wie cool, Mechelen hab ich auch zwei, ich mag den Schnitt! Ich finde deine Farbkombi schön und ich finde es auch wirklich gut verarbeitet. Ich kann dir zum Absteppen auch nur den Tipp geben: entweder Nähfüßchendruck verringern, wenn das geht. Oder einen Walking-Füßchen nutzen, dass Oberstofftransport ermöglicht. Wenn du beides nicht hast, helfe ich mir manchmal mit dem Trick, das Nähfüßchen von Hand beim Nähen gaaaanz leicht anzuheben. Dann wird der Stoff nicht so „breitgedrückt“, was das Wellen verursacht.
    Liebe Grüße, Lena

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