Soll ich da jetzt einfach rein schneiden?!

Seit einiger Zeit habe ich auch Pinterest und stöber da ganz gerne. Die meiste Zeit schaue ich mir natürlich nur Sachen an und denke „Das könnte ich auch machen.“, aber manchmal entwickelt sich so ein Gedanke ja auch zu einer richtigen Tat 😉 Und wie ich da so durchs Upcycling scrolle, finde ich diesen Rock: Heidis kleine Schwester.

Super Idee, super einfach und ich habe vier oder fünf Hosen hier liegen, die zu nichts mehr nütze sind, die meisten haben die typischen Fahrradfahrerlöcher an den Oberschenkeln. Eine von den Hosen ist von einer ziemlich teuren Marke, die gerne auch sehr viel verziert 😉 Diese Hose ist wirklich geeignet für so einen Rock, denn die meisten Hosen sind am Bund ja eher schlicht gehalten, weil man den eh nie sieht, diese aber nicht!

Ich bitte im Voraus schon mal um Entschuldigung für die verschwommenen Fotos… Während des Arbeitsprozesses war meine Kamera einfach nur tot und anscheinend leer bis zum Anschlag, deswegen musste meine Handykamera her halten, weil ich (wie immer) sofort arbeiten wollte und nicht erst, wenn meine Kamera dann irgendwann mal so weit ist. Auf dem Handydisplay sahen die Fotos in Ordnung aus… Jetzt am PC sind sie gar nicht mal so gut… Ich habe den Kontrast etwas hoch gestellt, das verändert zwar auch die Farbe leicht, dafür kann man aber mehr sehen. Die Endfotos sind dann wieder besser 😉

DSC02795Zurück zur Hose: Als erstes musste ich die Beine von der Hose abschneiden. Das war irgendwie total aufregend für mich 😀 Ich ziehe die Hose zwar so nie wieder an, aber trotzdem war sie teuer. Und dann einfach kaputt schneiden? Was wenn ich was falsch mache?! Aber dann hab ich einfach rein geschnitten! Hat auch funktioniert, die Beine waren ab 😀

Dann musste ich ausmessen. Das was beim Rock oben sein soll, ist bei der Hose ja unten, also viel zu weit. Und noch die Überlegung: Wie näht man das am Besten ein, ohne dass man es großartig sieht? DSC_0008Ich habe mich dafür entschieden, die bereits vorhandenen Nähte zu nutzen. An den Seitennähten habe ich einfach die Hose auf links gedreht und an der Seite fest gesteckt. An der Vorder- und Rücknaht war das nicht so einfach, weil die ja so breit sind und eigentlich auch sichtbar bleiben sollten. Also habe ich innen eine Falte gelegt und über die bereits vorhandene Naht noch einmal drüber genäht. So sieht man die neue Naht eigentlich gar nicht. Der gewählte Faden hat (so gut wie) die gleiche Farbe wie bei der Hose. Wenn man weiß, dass es eine andere Farbe ist und ganz nah ran geht, kann man es auch sehen, aber das wäre ja wohl ganz schön unsittlich 😀

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Nachdem ich das alles gemacht habe, hab ich den Rock mal „übergestülpt“, um auszumessen, wie lang das Bündchen sein soll. Dabei ist mir aufgefallen, dass der schon wirklich sehr weit ist, also habe ich erst mal die Seitennähte noch 1-2cm enger gemacht. Aber damit war das Wichtigste getan! Ich habe wieder den altbewährten schwarzen Jersey als Bündchenstoff genutzt, davon gibt es keine Bilder. Der Stoff liegt komplett doppelt und ist nicht gerade geschnitten, sondern so, dass er nach oben schmaler wird. Das musste ich in zwei Versuchen machen, weil ich beim ersten Mal vergessen habe, dass ich in der Taille ja schmaler bin, als auf der Hüfte 😀 Zu einem Ring hatte ich das Bündchen schon geschlossen, aber dann hab ich es gemerkt. Die Naht konnte ich einfach schnell weider auftrennen und das Bündchen noch zurecht schneiden. Kann ja jedem mal passieren!

Dann den Bündchenstoff endlich annähen, Schildchen drauf, fertig, anprobieren! Und der Rock ist viel zu weit! Ich habe den Bündchenstoff wohl ein wenig zu großzügig zugeschnitten. Das liegt daran, dass die Jeans ja nicht elastisch ist und wenn das Bündchen so viel schmaler ist, wirft das dann nicht Falten oder so? Naja, auf jeden Fall musste das ganze erheblich enger sein! Also habe ich an den Seiten einfach das Bündchen noch mal abgenäht, und zwar jeweils gut 2cm, vielleicht auch mehr. Aber dann war der Rock wirklich fertig!

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Was man leider auch sieht (aber nur wenn das T-Shirt nicht lang genug ist), ist, dass ich das Bündchen ein bisschen weiter unten hätte ansetzen müssen. Dadurch, dass ich die vordere Naht schräger gelegt habe, ist der Stoff da ja auch nicht mehr so „hoch“. Auf jeden Fall sieht man hier das Ende der Naht… Aber eigentlich sind alle meine T-Shirts lang genug, um das zu verdecken 😉

Die Moral von der Geschichte? Ich muss wohl noch lernen, mich richtig auszumessen. Und ich habe mir das Schnittmuster von der richtigen Heidi bestellt 😉

Damit gehts noch ab zu RUMS, zu Sew it yourself und zur Happy Jeans Link-Party!

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9 Gedanken zu “Soll ich da jetzt einfach rein schneiden?!

  1. ich muss mich mal bei pinterest einarbeiten. ich habe ein paar stoffhosen die mir etwas zu klein geworden sind (sind bestimmt eingelaufen ;-D). wenn ich da was hübsches draus nähen könnte wäre das ja toll….

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