Da wird einem der Kopf ganz schwer

DSC03023Ich habe damals, bei der Gründung dieses Blogs, auch darüber berichtet, wie es eigentlich dazu kam (siehe hier). Aber ein Detail hatte ich dabei ausgelassen 😉 Ich habe mir vor ungefähr einem Jahr ein Buch gekauft, ein Nähbuch.Ist es nicht süüüüüüüß?! Keine Ahnung, wofür ich Kuscheltiere brauchen soll, aber mal im Ernst, es wird sich schon was finden! Und dieser Haufen hier ist das angefangene Nilpferd Frieda. Ich hatte von Tchibo diese Stoffstücke und das passte eigentlich ganz gut. Also habe ich es angefangen. Und da liegt es nun, seit bald einem Jahr… Tja. Wahrscheinlich wird es da für immer liegen bleiben, auch wenn wir schon längst ausgezogen sind.

Aber jetzt habe ich mich, wenn auch nicht dem Nilpferd, so doch zumindest wieder dem Buch zugewandt. Die Puppe ist auch schon links auf dem Titelbild zu sehen, die sollte es werden! Natürlich hat auch sie einen Namen, das ist Emma 😉 Da ich aber nicht extra Stoff kaufen wollte und so schönen wahrscheinlich eh nicht bekommen hätte, habe ich beschlossen, es muss mal wieder das reichen, was ich habe. Und noch besser, wir machen eine Reste-/Upcycling-Puppe aus dem ganzen! Also habe ich einen Haufen zusammen getragen, mit dem ich arbeiten wollte.

DSC02909Man sieht hier viererlei. Der braune Stoff ist der bereits bekannte. Der Mann im Haus wollte sich mal ein Jedikostüm daraus nähen und ich habe schon Platzdeckchen daraus gemacht 😀 Die Jeans, ist einfach eine Jeans. Meine liebste Denim! Aber irgendwann ist der Knopf raus gerissen und es war keine Rettung mehr in Sicht. Wie man vielleicht sieht, habe ich auch schon für was anderes ein Stück raus geschnitten 😉 Rechts der grün-blaue Stoff ist ein Rest. In meiner alten WG hatten wir diesen Ikea-Wippstuhl, den wahrscheinlich jeder kennt, aber für Kinder! Wir waren und sind beide keine besonders großen Personen 😀 Für Kinder gibt es den aber nur mit weißem Kissen, also habe ich meine Oma irgendwann gebeten, einen Kissenbezug dafür zu nähen. Dies ist nun der Rest. Und zum Schluss, das Wichtigste, das Schönste! DSC02907(Ich bin eigentlich kein Freund von Kitsch, Schnulz und Romantik.) Das weiße Laken ist das, aus dem wir bei unserer Hochzeit ein Herz schneiden mussten, damit der Mann im Haus mich da durch tragen kann… Wer denkt sich nur sowas aus?! Auf jeden Fall habe ich nur auch dieses Laken einem besseren Zweck zugeführt. Und dann ging es auch schon los, Schnittmuster kopieren, ausschneiden, Stoff ausschneiden.

Bevor ich mich endgültig für die Puppe entschieden hatte, hab ich tausend mal das ganze Buch durchgeblättert und immer wieder die Anleitung gelesen. Als es dann soweit war, habe ich die Anleitung nicht gelesen. Naja, man kann ja auch nicht alles immer richtig machen 😀 Ich habe das vordere Haarteil ausgeschnitten, obwohl das ja mit Haftvlies an den Kopf gebügelt wird. DSC02911Man sollte meinen, ich hätte das inzwischen oft genug gemacht, um zu wissen wie es geht… Naja, es ist mir einigermaßen rechtzeitig eingefallen, ich habe das Haftvlies dann etwas größer zugeschnitten, damit es auf jeden Fall auf die Haare passt. Dann habe ich einen Rest braunen Stoff drunter gelegt und los gebügelt 😀

Es hat ja funktioniert! Und den Kleber an der Unterlage konnte ich größtenteils entfernen, also kann ich das auch weiter benutzen. Der Rest verlief problemlos 😉 Ich habe die Zöpfe, die Arme und die Beine zusammen genäht. Beim Wenden der Beine kam es zu Komplikationen, aber die konnte der Mann im Haus beheben. Da die Schuhe aus Jeans sind und die Beine nur aus leichter Baumwolle, war es wirklich schwierig, die Beine zu wenden. Also ich habe es nicht geschafft, aber dafür hat man ja Männer 😀

Schwierig war es dann noch mal, die Naht rund um Kopf und Körper zu schließen, während Arme, Beine und Zöpfe innen lagen, aber das habe ich auch geschafft. Und dann dachte ich, bin ich mal besonders clever 😉 DSC02919Das ganze ist ja eine Reste-/Upcycling-Puppe, also kommen endlich mal meine ganzen Stoffschnipsel zum Einsatz, die ich schon eine ganze Weile sammel.

Ich habe mich dann für die grauen Jerseyreste entschieden, die von dem T-Shirt vom Mann im Haus und meinem MamaSun übrig geblieben sind. Die habe ich noch mal ein bisschen zerkleinert und dann zusammen mit Watte in den Kopf gestopft. Den Rest habe ich nur mit Watte gefüllt, weil die Teile doch sehr schmal waren. Und dann ist die Puppe fertig gewesen!

Man sieht dann auf den Bildern die kleineren Problemchen 😉 Anscheinend sind die Beine leicht unterschiedlich lang und der rechte Fuß ist etwas schief. Außerdem ist der Kopf an der Unterseite jeweils nicht so schön rund geworden. Wenn ich die Puppe wieder nähe, würde ich den Kopf einfach etwas schmaler machen, es ist ja schon ein besonders großer Kopf 😀 Aber alles in allem bin ich sehr zufrieden 🙂 Als ich die Puppe dann aber rum getragen habe, um die Fotos zu machen, ist mir aufgefallen, dass ihr Kopf vielleicht etwas schwer ist 😀

DSC02926Und ganz ehrlich: Ich habe mir nichts dabei gedacht… Also schon, aber irgendwie nichts Sinnvolles… Der Kopf ist ja so, groß, deswegen ist er so schwer. Vielleicht habe ich an der Halsverengung zu wenig Watte rein gemacht. Keine Ahnung, war dann halt so.

Und als ich ein paar Tage später an der Puppe vorbei gegangen bin, fiel es mir wie Schuppen von den Augen! Natürlich, ich habe ja Stoff in den Kopf gefüllt! Und der ist natürlich auf den gleichen Raum viel schwerer als Watte! Manchmal zweifel ich echt an mir… Aber es war zu spät und inzwischen hat die Puppe auch ihren Weg in ein neues Zuhause gefunden. Was soll sie auch bei uns rum sitzen, wo doch keiner mit ihr spielt.

Also die Moral von der Geschichte: Ich muss öfter mit Bügelvlies arbeiten, damit mir nicht jedes Mal neue Fehler passieren und außerdem muss man bedenken, wenn man etwas Schweres zum Füllen benutzt, wird es auch schwerer! Das nächste Mal vielleicht doch eher in die anderen Teile Stoffreste füllen und in den Kopf nur Watte.

Dann gibt es noch ein paar Verlinkungen zu Kiddikram, Kuschelfreunde und AfterWorkSewing!

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