365 Tage ohne – Startschuss

Eigentlich muss man ja nicht überall mitmachen. Dieses ständige Dabeisein bringt auch immer Arbeit mit sich. Aber für dieses hier, muss man eigentlich nichts machen, außer etwas nicht zu machen 😉 Kristin von PiexSu ruft dazu auf, 365 Tage auf Kleiderkauf zu verzichten. Dazu kann man in einer von ihr erstellten Facebookgruppe mitmachen, man kann ihren Youtubechannel verfolgen, auf dem sie wöchentlich über ihre Erfahrungen berichtet, oder man schaut einfach auf ihrem Blog vorbei und verlinkt sich dort. Kristin spricht von schlechten Arbeitsbedingungen von Näherinnen, ich selbst denke einfach an Verschwendung. Wahrscheinlich macht jeder aus einem anderen Grund mit. Ich mach auf jeden Fall mit. 

Kristin macht auch Einschränkungen in den Regeln, so eine Aufgabe soll ja auch schaffbar und vor allem ohne Frustration schaffbar sein. Zu diesen Einschränkungen gehören Dinge wie Schuhe, Socken und Strumpfhosen aus Nylon. Aber in ihrem Startschussvideo verweist sie auch darauf, dass jeder diese Einschränkungen für sich selbst setzen muss. Man sollte nur darauf achten, was man kauft, wenn man kauft. Darüber habe ich mir Gedanken gemacht.

  • Zunächst einmal habe ich schon Socken genäht, von einem Paar habe ich auch berichtet. Für mich sind diese Socken voll in Ordnung, außerdem habe ich genug Socken. Aber sollten sie tatsächlich ausgehen, werde ich Neue nähen.
  • Schuhe kaufe ich schon besonders gerne. Ich habe auch vor einem Monat sechs Paar aussortiert, die ich nicht trage, damit ich neue Schuhe kaufen kann! Aber eigentlich brauche ich gar keine neuen Schuhe… Also werde ich darauf auch verzichten. Wobei es passieren kann, dass ich für eine der vielen Hochzeiten, auf denen wir dieses Jahr geladen sind, ein Paar Schuhe kaufe. Ich habe nämlich nur ein Paar, das man zu so einer Gelegenheit anziehen kann.
  • BHs kann ich auch nicht nähen. Aber ich habe mir vor zwei Jahren drei Stück gekauft, die sollten eigentlich die nächsten zehn Jahre halten 😉 Sollte da tatsächlich etwas Unerwartetes dazwischen kommen, eine Überschwemmung, ein Vulkanausbruch oder ein Wohnungsbrand, dann werde ich da auch kaufen müssen.
  • Was tatsächlich auf jeden Fall gekauft wird, ist ein Hut 🙂 Auf einer der vielen Hochzeiten ist „Mut zum Hut“ angesagt. Und auf meiner eigenen Hochzeitsfeier möchte ich auch eine hutartige Kopfbedeckung tragen. Und weil man ja darauf achten soll, was man kauft, war ich gestern erst mal beim Hutmacher 😀 Da kam ich mir schon besonders cool vor und die waren total nett!

    OLYMPUS DIGITAL CAMERA
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Das war es wahrscheinlich mit meinen Einschränkungen, wenn ich nichts vergessen habe 😀 Aber eigentlich geht es natürlich darum, selbst zu nähen, aufzubereiten oder einfach zu verzichten. Ich habe noch für mich beschlossen, dass ich, sollte ich doch mal unerwartet was brauchen oder wollen, zuerst mal in Second Hand Läden gehe. Das habe ich noch nie gemacht, aber warum eigentlich nicht. Und diese Leute müssen ja auch leben, warum also nicht die kleinen Einzelhändler unterstützen?

Und passend dazu habe ich letzte Woche auch was am Nähtisch veranstaltet, als hätte ich es gewusst! Ich habe ja schon gar nicht so viel Kleidung und davon ziehe ich auch noch einiges gar nicht an… Zum Beispiel habe ich einige T-Shirts, die am Halsausschnitt sehr eng sind. Also jetzt nicht ich-krieg-keine-Luft-eng, sondern eher ich-seh-aus-wie-ein-kleiner-Junge-eng, da muss man halt mit den kurzen Haaren auch ein bisschen drauf achten. Eines dieser T-Shirts habe ich zu Beginn des Studiums gekauft und es hängen auch einige Erinnerungen daran. Aber anziehen tue ich es ja trotzdem nicht mehr… Also habe ich beschlossen, ich schneide einfach den Ausschnitt aus und nähe es dann um. Hätte es total bescheuert ausgesehen, wäre es nicht unendlich schlimm gewesen, ich habe das T-Shirt ja schon ewig nicht mehr angehabt.

Also ruck zuck zack, Ausschnitt raus geschnitten, umgebügelt und wieder fest genäht. Ich hatte keinen passenden Faden zu dem T-Shirt, aber dafür zu dem Aufdruck. Und das ist draus geworden.

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In Ermangelung eines fotografierenden Mannes musste hier mal schnell ein „Selfie“ her, auch wenn ich da so gar kein Freund von bin!

Was noch gesagt werden muss: Ich werde sicherlich nicht jede Woche etwas berichten, das würde auch einfach nicht hier rein passen. Und ich werde sicherlich auch nicht pünktlich jeden Montag berichten, wie man heute schon sehen kann. Ich werde auch nicht anfangen, übermäßig viel Kleidung zu nähen, die ich nicht brauche, das würde nicht zu mir passen. Aber immer wenn was passt, werde ich auch davon berichten 😉
Die Moral von der Geschichte mit dem T-Shirt: Das steht ein bisschen ab, ich hab keine Ahnung wieso… Aber für mich reicht es, ich ziehe es wieder an, also hat die Aktion seinen Zweck erfüllt! Vielleicht muss man tatsächlich wieder ein richtiges Bündchen einnähen, damit sich das mehr zusammen zieht, aber dann bräuchte ich ja Stoff in der Farbe! Ich habe noch mehr T-Shirts, die aufgearbeitet werden müssen, vielleicht versuche ich bei jedem was anderes 😀

Verlinkt wird der Beitrag selbstverständlich bei PiexSu, aber auch bei EiNaB (vielleicht werden ja noch mehr Leute aufmerksam 🙂 )

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12 Gedanken zu “365 Tage ohne – Startschuss

  1. Toll, das klingt sehr ambitioniert! Vieles davon machre ich ohnehin schon und kaufe auch nicht mehr so viel. Aber neue Schuhe könnte ich diesen Sommer eventuell doch gebrauchen. Na mal sehen. Ich bin auf jeden Fall gespannt auf deinen Bericht, danke auch fürs Mitmachen bei #EiNaB!
    Viele Grüße,
    Marlene

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  2. Hallo!

    Schön, dass ich durch Dich zu dieser Challenge gefunden habe. Wobei ich ganz ehrlich sagen muss, für mich selbst macht es keinen Sinn mitzumachen, da ich bereits seit 3 Jahren keine Kleidung mehr kaufe.

    Aber das Thema interessiert mich einfach und deshalb werde ich es sehr gerne weiter verfolgen

    Zu Deinem Shirt – wenn Du den Stoff beim Ausschnitt einfach umbiegst, hast Du das Problem, dass er durch die Rundung sehr elastisch wird/ist. Dadurch ist er ein wenig gewölbt geworden.

    3 Möglichkeiten – entweder doch ein Bündchen machen, mit einem Schrägband verdeckt einfassen oder hinten ein Band, das nicht so elastisch ist mitnähen.

    Aber ich finde es jetzt nicht so schlimm, dass ich es nicht tragen würde. Vielleicht ist es nach dem ersten Waschen auch schon besser.

    lg
    Maria

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  3. Tja, mich hast du voll erwischt mit dem Thema. Ich habe mir am Montag nach dem Zahnarztbesuch in der Stadt eine neue Jacke gekauft. Wie bei meinen Kids: Winterjacke zu dick, Sommerjacke zu dünn. Für die Kids habe ich welche genäht – warum nicht auch für mich? Ganz einfach: ich finde es wesentlich schwieriger für mich etwas zu nähen. Da müssen die Sachen schon richtig passen, ich muss richtig Maß nehmen und das Schnittmuster anpassen. Vieles von den Sachen, die ich für mich genäht habe, ziehe ich nicht an. Das muss ich noch perfektionieren. Aber vielleicht sollte ich ab jetzt auch bei der Challenge mitmachen – etwas weiteres Neues steht nicht an.
    lg Charla

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    1. Ja ich kenn das! Man näht was, das passt nicht perfekt, dann bleibt es liegen… Und das mit dem Schnittmuster anpassen ist echt sone Sache, voll aufwendig! Dabei macht man das ja eigentlich auch nur einmal. Ich habe gestern nachmittag ein Schnittmuster für ein Kleid angepasst, so ein richtiges Kleid, mit Reißverschluss, da macht man sich die Mühe schon 😉 Mal sehen was draus wird!

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  4. Das ist wirklich eine spannende Idee. Kleiderkauf ist bei mir zwar schwierig(er) weil ich 1,90 groß bin und die Stangenware an den Armen und Beinen leider zu kurz ist. Aber Schuhe und Wäsche … hmmm. Es wäre eine Überlegung wert. Vieles kauft man ja „einfach so“. Oder man steht vor einem gefüllten Kleiderschrank und hat das Gefühl, darin ist trotzdem nichts, was man tragen will/kann… Deine Idee mit dem T-Shirt lässt mich grübeln, ob ich nicht auch einfach mal meinen Kleiderschrank ausmiste und Sachen neu bzw. umnähe 🙂

    Liebe Grüße

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