Das Hosenproblem…

Auch wenn es vielleicht nicht ganz optimal hier und in meinen Blog rein passt, gibt es noch ein bisschen Berichterstattung und Gerede zum Thema 365 Tage ohne:
Ich habe erst letzten Montag (zum Startschuss) von diesem Projekt erfahren, musste mich deswegen zügig entscheiden und habe das dann auch getan. In den Kommentaren klang es schon an, ich kaufe sowieso schon kaum Kleidung. Ich habe also angefangen zu überlegen, was ich in den vergangenen 365 Tagen an Kleidung gekauft habe. Tatsächlich ist diese Liste länger als erwartet, ich habe mich sehr verändert im letzten Jahr, gerade was die Kleidung angeht. Aber diese (nach bestem Wissen und Gewissen vollständige) Sammlung möchte ich der Welt nicht vorenthalten! 1. eine kurze Laufhose (etwa Ende April) 2. ein blauer Wollbolero (Anfang Mai) 3. ein paar Sandalen, das erste seit ich selbst entscheiden kann, welche Schuhe ich trage (Anfang Juni) 4. eine Jogginghose und eine Stoffhose, sowas hatte ich vorher gar nicht (Anfang Juli) 5. zwei enge schwarze Wollpullover (Anfang August) 6. vier T-Shirts (Ende August) 7. eine Jeans von Desigual, die die vorherige abgelöst hat (irgendwann im September) 8. ein Kapuzenpullover mit Reißverschluss (auch irgendwann im September) 9. ein paar Lederstiefeletten, die sind perfekt, die gebe ich nie wieder her und die habe ich auch letzte Woche neu besohlen lassen (Ende November) 10. neue Laufschuhe, die ersten seit sieben Jahren (Mitte Dezember) 11. vier Paar Socken, weil die so lustigen Aufdruck hatten (Ende März) 12. ein schwarzes Kleid für eine Beerdigung (Ende März) 13. eine Softshelljacke (Anfang April)

Das sind also die Kleidungserrungenschaften, die ich (mit Hilfe vom Mann im Haus) noch zusammen kriege. Die meisten Frauen können sich das sicher nicht vorstellen, aber dementsprechend sieht auch mein Kleiderschrank aus. Natürlich habe ich im letzten Jahr auch schon Kleidung für mich genäht! Immerhin gibt es diesen Blog hier ja auch schon fast ein Jahr! Darunter waren Shirts, Röcke, Kleider und Accessoires. Aber auch das war nicht viel, ich brauche nicht viel, zumindest an den meisten Tagen 😀 Nächste Woche gibt es vielleicht mal ein Bild von meinem Kleiderschrank 😉

Nun erst mal dazu, was ich für mich gemacht habe, um Kleiderkauf zu vermeiden:

Es klingt immer mal an, Hosen sind mein Hasskleidungsstück! Ich habe mal nachgezählt, ich habe fünf Hosen im Schrank, von denen ich zwei trage, von denen ich eine gerne trage. Hosen passen einfach nicht! Wenn ich eine Hose finde, die mir an den Waden passt, dann ist sie meistens drei Nummern zu groß, oder es steht tatsächlich mal meine Größe drin, dann ist sie im Schritt und am Bauch, am Hintern, an den Oberschenkeln und an den Knien trotzdem 10cm zu weit… Ich stand also so vor meinem Schrank und dachte, ich würde wirklich gerne mal wieder meine grüne Hose tragen. Ich liebe grün! Dann hatte ich die Hose an und dachte, nee, auf gar keinen Fall kannst du so ein Gelabber anziehen!

Da habe ich dann beschlossen, die Hose jetzt zu ändern. Wenn es hinterher blöd aussieht, dann ziehe ich sie halt nicht mehr an, an das wäre ja keine Änderung zu dem vorherigen Zustand gewesen 😉 Also habe ich sie auf links angezogen und fleißig festgesteckt. Dann an den Beinaußenseiten und am Hintern zusammen nähen.

Man sieht es auf dem ersten Bild: Irgendwann ging es beim Nähen nicht mehr weiter. Wie ich so bin, hab ich erst mal noch ne Weile aufs Pedal drauf getreten, vielleicht hat sich ja nur der Faden verhakt 😀 Dann habe ich die Hose aus der Nähmaschine geholt und festgestellt, die Nadel ist abgebrochen…

DSC03152

Damit konnte ich aber umgehen 😀 Ich habe einfach eine Neue eingespannt und weiter gemacht 😀 Das war noch die allererste Nadel! Ich habe die Maschine 2010 zum Geburtstag bekommen, seitdem nähe ich mit dieser Nadel! Letztes Jahr habe ich mir für mein Hochzeitskleid noch eine Jerseynadel gekauft, also gab es dann ab und zu Entspannung für diese hier, aber mal im Ernst: Den Ruhestand hat sie mehr als verdient!

Wenn man genau hinsieht, kann man einerseits erkennen, dass hinten die Nähte nicht ganz aufeinander treffen und dass andererseits die Hose immer noch ganz schön weit ist. Aber noch mehr wollte ich nicht weg nähen. Hier auf den Bildern habe ich sie auch schon drei Tage getragen, da kann sone Hose ruhig ein bisschen weiter werden. Am Bein sieht man die neue Naht eigentlich gar nicht, vor allem nicht, wenn man es nicht weiß 😉 Dass hinten die Nähte nicht aufeinander treffen, ist auch nicht so schlimm, da ich eigentlich meine Oberteile immer recht lang trage, da sieht man das gar nicht. Alles in allem bin ich zufrieden und trage sie jetzt wieder. Nicht jeden Tag, aber auf jeden Fall öfter als gar nicht 🙂

Die Moral von der Geschichte: Das war eine gute Nadel! 😀 Da gibt es eine Geschichte dazu 😉 Als ich die andere Nadel gekauft habe, hat mir der Nähmaschinenfachverkäufer erklärt, dass gute Nadeln abbrechen, wenn sie nicht mehr können. Schlechte Nadeln verbiegen sich zur Seite und machen dadurch die Nähmaschine kaputt. Also war das hier eine Gute!

Das geht jetzt zu Piexsu und zu EiNaB!

 

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3 Gedanken zu “Das Hosenproblem…

  1. Hallo!

    Um Hosen umzunähen bzw Jeansupcycling verwende ich eigene Jeansnadeln. Die halten wirklich viel mehr aus als alle anderen Nadeln! Kann ich wirklich sehr empfehlen.

    Ich finde es super, dass Du die Hose für Dich passend geändert hast. Danke fürs Verlinken zu EiNaB!

    Übrigens verfolge ich das Projekt 365 Tage ohne auch mit großem Interesse. Selbst habe ich seit bereits 3 Jahren keine neue Kleidung (außer Socken und Schuhen) gekauft. Trotzdem ist es ein Thema, das ich immer wieder spannend finde.

    lg
    Maria

    Gefällt 1 Person

  2. Toll, dass du dich an alle Einkäufe erinnern kannst. Bei mir werden es vermutlich auch nicht mehr, aber ein bisschen was muss ja ab und zu ersetzt oder neu angeschafft werden. Das Problem mit den Jeans kommt mir bekannt vor. Wenn sie dann noch möglichst nachhaltig produziert sein sollen, kann man die 365 Tage aufs Recherchieren und Probieren verwenden 😦
    LG, Marlene

    Gefällt 1 Person

    1. Ich würde sagen, besser hätte ich es nicht ausdrücken können!
      Deswegen kaufe ich mir Schnittmuster für Hosen. Vielleicht ist irgendwann eins dabei, was ich mit meinen Fähigkeiten verändern kann, sodass es am Ende passt! Ich denke das ist eines meiner Lebensziele 😀

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