Babybandshirt

Ich hatte in einem der Kommentare angekündigt, dass ich meinen Kleiderschrank fotografieren, ausräumen und fotografieren wollte. Das habe ich letzte Woche getan und das Ergebnis will ich der Welt nicht vorenthalten. (Natürlich gibt es auch ein System in diesem Schrank, aber das zu erläutern, würde einfach zu lange dauern 😀 )

Wichtig ist noch einmal zu wissen, dass ich nur Kleidung raus geräumt habe, die ich sowieso nicht trage, also habe ich jetzt nicht weniger als vorher, dafür aber mehr Platz. Wie man aber sehen kann, hatte ich vorher auch schon Platz 😀 Das Einzige, was hier außer Konkurrenz ist, sind meine Laufsachen. Natürlich habe ich meine lange Laufhose ein dreiviertel Jahr nicht an, aber das bringt der Sommer nun mal mit sich 😉

Und nun steht ein großer Haufen Kleidung neben meinem Kleiderschrank… Aus einigen Teilen kann man sicher was machen, zum Beispiel sind vier Kapuzenpullover dabei, von denen man jeweils so einen niedlichen Babyjumpsuit machen könnte, wie ich es schon mal gemacht habe. Aber wer zieht die ganzen Jumpsuits dann an? Einige Teile sind auch zu schön oder zu neu oder zu gut, um sie zu zerschneiden, da muss ich dann mal in einen Second Hand Laden gehen und sehen, ob die noch irgendwer gebrauchen kann.

Aber aus einem Teil habe ich ganz überschwänglich und sofort etwas gemacht! Mein Rotfront T-Shirt! Rotfront ist eine hervorragende deutsch-russische Band, aber ihre T-Shirts sind nicht so super… Viel zu kurz! Ich glaube, ich habe das Shirt bei dem ersten Konzert, bei dem ich war, gekauft und seitdem nicht einmal getragen. Nicht mal bei den anderen Konzerten… Ich fühl mich in so kurzer Kleidung einfach nicht wohl. Und um das zu demonstrieren, habe ich ein Vergleichsfoto zu einem anderen, „normalen“ Oberteil gemacht.

Aber das ist nun mal ein Bandshirt, das bedeutet einerseits, dass es ziemlich teuer war, und andererseits, dass man es einfach nicht weggeben kann! Also musste ich was draus machen. Und da bietet sich natürlich ein Babybody total an! Ich hatte vom Fundsachen Sew Along noch das Schnittmuster für einen Body von Schabelina in Größe 74 ausgeschnitten. Damals ist mein Body nicht fertig geworden, weil ich keine Bündchenware hatte. Natürlich hatte ich jetzt immer noch keine, aber da bin ich tatsächlich einfach mal los gegangen und habe welche gekauft 😀

Also habe ich das T-Shirt an den Nähten auseinander geschnitten, auch die Ärmel habe ich abgeschnitten und dann habe ich den Schnitt auf das Shirt gebracht. Ärgerlicherweise hat der hintere Aufdruck nicht vollends in das Schnittmuster rein gepasst, da fehlt also jetzt eine kleine Ecke.

Man erkennt es nicht ganz so gut, aber ich habe für den Body kurze Ärmel gewählt und diese aus den Ärmeln des Shirts ausgeschnitten, so dass an die Ärmelkante keine Bündchenware mehr dran muss.DSC03275 Danach folgt man der Anleitung, das ist ganz easy, einfach überall die Bündchen annähen und dann zusammen nähen. Es gibt auch ein Video dazu 😉

Aber wie das so ist, wenn man sich sicher fühlt oder denkt, man wüsste wie etwas geht, genau dann passieren Fehler… Also habe ich das letzte Stück Bündchen, das ich annähen musste, nämlich hinten unten, falsch rum angenäht… DSC03278 Naja… Das musste ich dann halt wieder auftrennen. Das Blöde bei sowas ist ja, den Fehler zu machen, dauert vielleicht ein bis zwei Minuten. Aber das Beheben hat mich bestimmt zwanzig gekostet!

Also habe ich alles fleißig aufgetrennt, erneut angenäht, diesmal richtig rum, und dann habe ich die Bündchen mit einem genähten Zickzack noch schön gemacht. Dann näht man die Schultern zusammen. Das ist ein bisschen komplizierter bei diesem amerikanischen Ausschnitt, aber ich fand das so niedlich und mit dem Video ist es eigentlich auch kein Problem. Dann Ärmel einnähen und Seitennähte schließen. Das funktioniert wie immer aber kleiner 😉

Was ich mir auch extra zugelegt habe, ist so eine Jersey-Druckknopf-Zange mit Druckknöpfen. Am Anfang habe ich mich dabei herzlich blöd angestellt, allerdings muss man auch sagen, das Bild auf der Rückseite der Verpackung ist nicht wirklich eine Anleitung. DSC03280Auf jeden Fall hatte ich am Anfang das eine Teil falsch rum drin liegen und hab gehämmert und gehämmert und das wurde einfach nicht fest! Dann habe ich noch mal im Internet gesucht und auch dazu ein Video gefunden. Auch da konnte man nicht wirklich erkennen, wie rum man das da rein legt, aber es sah schon ein bisschen so aus, als hätten die das anders gemacht als ich 😀 Also habe ich es andersrum versucht und es ging! Tadaaaa! Und fertig!

Sehr gut erkennbar ist hier, dass der Ausschnitt etwas eng ist… In dem Video wird gesagt, „die Bündchenware leicht dehnen, wer schon Erfahrung damit hat, hat da auch eigentlich ein gutes Gefühl dafür“ (irgendwie so). Naja, man sieht, ich habe weder Erfahrung noch ein Gefühl dafür. Aber daran kann man ja arbeiten. Auf jeden Fall habe ich jetzt einen Rotfront-Babybody! Aber natürlich wie immer kein Baby dafür. Aber das kommt bestimmt irgendwann. Und dann kann ich ihm/ihr diese mega Lärmschutzkopfhörer aufsetzen und ihn/sie bei Konzerten immer hoch halten 😀 Ich halte das für eine fabelhafte Idee!

Zuerst die Moral von der Geschichte: Also Bündchenware muss man anscheinend nicht mal ansatzweise so sehr dehnen, wie wenn man ein Bündchen aus Jersey macht. Ich werde das weiter überprüfen und hoffen, dass es hier nicht zu eng ist, ich will das nicht wieder auftrennen!

Und dann noch die Frage: Was hat das bei 365-Tage ohne zu suchen?
Meinen Kleiderschrank habe ich ausgeräumt, um zu sehen, was ich so habe, was ich so anziehe und was man eventuell so machen kann. Ich habe zwar gar kein Kind, aber zu kein Kleiderkauf gehört natürlich auch kein Kleiderkauf für Kinder. Das hier ist also mehr so ein Hinweis, Tipp, Ratschlag, was auch immer, für alle anderen. Wegwerfen muss man alte Kleidung sowieso nie! Man kann sie natürlich für sich umarbeiten, aber auch für die kleineren und kleinsten Menschen unter uns. Und was mir auch aufgefallen ist, zur Geburt schenkt man unglaublich viel Kleidung! Das brauchen doch die Eltern gar nicht! Vor allem in den kleinsten Größen wird am meisten geschenkt, weil das auch einfach am Nieeeeeedlichsten aussieht! Lieber ein paar Nummern größer und dafür ein eigenes altes T-Shirt verwenden. Am besten eins mit Geschichte, dann wissen die Beschenkten das auch mehr zu würdigen 😀

Und verlinken möchte ich das Ganze noch bei der Kostenlosen Schnittmuster Party, bei HappyRecycling, Kiddikram, sew mini, EiNaB und natürlich zu Piexsu und zu Schnabelina

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7 Gedanken zu “Babybandshirt

  1. Der Body sieht gut aus! Allerdings finde ich es trotzdem schade um das T-Shirt – mir gefällst Du auf dem Foto mit dem gewesenen T-Shirt besser als mit dem langen Shirt.

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