Sticken mit der Maschine?

Wie bereits mehrfach erwähnt, war es hier eine Weile still. Das Hochzeitskleid ist ja auch schon vor längerer Zeit fertig gestellt worden, wurde nur erst jetzt veröffentlicht. Das liegt daran, dass wir eine Woche nach der Hochzeit umgezogen sind und auch jetzt noch nicht alle Kisten ausgepackt haben… In meinem neuen, bald auch schönen Näh-/Arbeits-/Kinderzimmer sah es also lange Zeit so aus.

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Und zu dem Zeitpunkt des Fotos hatte ich schon einiges auf- und ausgeräumt 😉 Wie man sieht gibt es an der Rückwand eine Schreibtischfront mit zwei Schreibtischen, einer für die Nähmaschine und einer irgendwann für den Computer. Der weiße Schrank links im Vordergrund ist auf dem Weg eine Wickelkommode zu werden, darüber werde ich noch berichten 🙂 Nun aber zum eigentlichen Projekt!

Ich habe mir also schon vor ein paar Wochen dieses kleine Stück Schreibtisch ergattert und meine Nähmaschine ausgepackt. Und vor noch viel längerer Zeit habe ich im Zuge meiner Kleideraussortierungsaktion ein T-Shirt von H&M zerschnitten, weil daraus ein Babybody werden sollte, diesmal ein ganz kleiner 🙂 Das T-Shirt ist aber hellblau und der Body soll ja nicht den Eindruck erwecken, wir hätten es mit einem männlichen Baby zu tun. Also wollte ich noch irgendwas drauf haben. Ich habe ganz viel zu „Nähmalen“ im Internet gelesen, also mit der Nähmaschine. Aber bei allen Anleitungen, wo sich die Leute tierisch freuen, dass es total einfach ist, ist immer irgendein Nähmaschinenfuß im Spiel, den ich nicht habe. Aber ab und zu, wenn ich nicht weiter weiß, schaue ich einfach mal in die Anleitung meiner Nähmaschine; da ist schon viel nützlicher Kram bei rum gekommen. Und tatsächlich! Da steht: Das geht.

Also sofort ausprobieren! Bei Pinterest hab ich mir ein paar Bilder rausgesucht, die ich irgendwo drauf sticken will, unter anderem diese Häuser. Aber erst mal auf einem anderen Stoff testen, ich bin ja nicht blöd 😉 Aber bei dreimaligem Testen und stetem Wiederauftrennen, kam immer nur unten Kabelsalat raus!

Oben ging es ja einigermaßen, nur dass halt auch immer die Nähmaschine schnell aufgegeben hat, weil sie mit dem Wust an Faden unten drunter einfach nicht mehr klar gekommen ist… Naja, nach dreimal habe ich aufgegeben und per Hand gestickt. Das geht natürlich auch und ich hab das auch irgendwann mal richtig gelernt und würde da sicher auch tolle Sachen hinkriegen. Aber mein Ziel war ja mit der blöden Nähmaschine zu sticken!

Beim Nähen des Bodys verlief aber ansonsten alles reibungslos. Ich habe mir diesmal die Bündchenware festgesteckt (in der Videoanleitung (wir haben es hier übrigens wieder mit einem Regenbogenbody von Schnabelina zu tun) wird sie einfach angehalten), weil ich beim letzten Body gefühlt zu sehr gedehnt habe und der Halsausschnitt jetzt so eng ist. Aber ich finde den Halsausschnitt auch dieses Mal ein wenig eng…

Dann kamen wieder die Druckknöpfe! Bei dem letzten Body habe ich mir die Druckknopfzange zugelegt und auch darüber berichtet, dass das nicht unbedingt auf Anhieb funktioniert hat 😀 Letztes Mal habe ich zwei von den weißen Dingern kaputt gemacht, dieses Mal nur einen 🙂

Und fertig!

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An mein Schildchen habe ich gedacht, das ist in der Seitennaht mit verarbeitet, und an den Bündchen habe ich überall noch mal in rot mit genähtem Zickzack drüber genäht. Der Halsausschnitt ist nicht soo eng wie beim letzten Mal, aber er wirkt eng. In letzter Instanz muss das Baby dann entscheiden. Wenn er zu eng ist, dann ist das halt so.

Aber die Geschichte ist noch nicht zu Ende!

Als ich ca. eine Woche später abends im Bett lag und mir bei Pinterest wieder mal Pins zum Thema „Nähmalen“ angesehen habe, hatte ich die Eingebung: Habe ich eigentlich den Nähfuß runter gemacht?! Es ist ja kein Nähfuß dran gewesen, deswegen war das im Nachhinein schwer zu beantworten. Und jetzt endlich habe ich es getestet! dsc03657Will irgendwer raten? Selbstverständlich hatte ich es nicht getan… Es steht aber auch einfach an einer bescheuerten Stelle! Unter „Einsetzen der Stoffplatte“ an dritter Stelle. Da gehört das ja gar nicht hin! Das sind ja hier Umbauvorbereitungen, damit man irgendwann mal anfangen kann. Aber mal im Ernst: Den Nähfuß zu senken ist ja wohl das allerletzte, was man tut, bevor man anfängt zu nähen! Auf jeden Fall geht es jetzt. Abgesehen davon, dass das krumm und schief ist, außerdem die Stichlänge bei wirklich jedem Stich anders ist und auch nicht ganz jeder Stich funktioniert hat: Es geht! Links vorne, rechts hinten. Und das kann man ja üben.

Die Moral von der Geschichte ist ein für mich altbekanntes Problem: Wenn man etwas Neues probiert, oder etwas tut, das man noch nicht so oft gemacht hat, dann muss man die Anleitung ganz genau lesen! Das mit dem Druckknopf hätte ehrlich gesagt auch nicht passieren müssen… Aber jetzt weiß ich, wie ich mit der Nähmaschine sticke und ich weiß auch, dass die Druckknöpfe ein leichtes Klicken von sich geben, wenn man sie richtig in die Zange einsetzt 😉

Auch heute wird fleißig verlinkt, aber vorher möchte ich mal wieder darauf hinweisen, dass es eine wundervolle Sammlung von Linkpartys bei Zum Nähen in den Keller gibt! Dort findet man fast alles und auch immer mal was Neues 😉
Ab zu creadienstag, DienstagsDinge, Handmade on Tuesday, HAPPYrecycling, kostenlose Schnittmuster Linkpartykiddikram und sew mini.

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2 Gedanken zu “Sticken mit der Maschine?

  1. Ich finde den Body ganz zauberhaft – und das mit dem Nähfuß könnte von mir sein 😀 Das passiert mir regelmäßig, wenn ich mal dickere Lagen vernähen möchte. Da sieht man ja nicht gleich, ob der Nähfuß oben oder unten ist. Und zack – Fadensalat…
    Beim amerikanischen Ausschnitt fand ich es für meinen Bub übrigens immer toll, wenn er enger anliegt. Der drückt ja nicht, weil alles gut aufklappt. Und so zieht es nicht rein. Allerdings habe ich noch nie Bodys genäht, immer nur Babyshirts. Wenn über den Body noch ein Shirt soll, dann sieht man das Bündchen vom Body wahrscheinlich, wenn es so hoch und eng anliegt – oder auch nicht, die Zwerge haben ja kaum einen Hals, da ist das Kinn wahrscheinlich drüber 😉
    Alles Liebe!
    Jana

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