Babyhose RAS

Wie angekündigt folgt jetzt ein Beitrag, der schon im November geschrieben wurde. Also ein Vorgeburtsbeitrag 😉 Inzwischen ist der Minimensch da und passt auch schon in die Hose o.O Außerdem waren wir auch schon ein paar mal unterwegs und hatten die gleiche, oder sogar die selbe Hose an! Am Ende wird das vielleicht klarer 😉 

Mit einer Babyhose fing alles an… Da kann man schon mal ins nostalgieren verfallen… Die letzte Babyhose war, wenn auch etwas misslungen und leicht abgewandelt, auch schon eine RAS. Inzwischen nähe ich ja nicht mehr nur für fremder Leute Kinder, sondern auch für das eigene, wenn es denn bald mal da ist. Und weil ich mich nicht nur mit dem Kleiderkauf, sondern auch mit dem Stoffkauf etwas zurück halten will (wenn es denn möglich ist), präsentiere ich eine Upcycling-Reste-verwertende-Jeans-RAS!

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Zur Erklärung: Schon vor einer ganzen Weile (weit vor meiner Aussortierungsaktion) habe ich eine Jeans aussortiert, weil sie zu groß war. Benutzt habe ich sie auch schon, vielleicht kann sich manch einer an Heidis kleine Schwester erinnern 😉 Dafür habe ich von meiner damals ziemlich teuren Jeans die Beine abgeschnitten und das obere Stück zu einem Rock verarbeitet.

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Die Beine habe ich selbstverständlich aufgehoben, die waren ja so schön! Und nun kommen sie zum Einsatz! Das besondere an der RAS ist ja, dass sie nur eine Naht hat. Das geht so natürlich nicht. Eigentlich wird der Schritt im Stoffbruch zugeschnitten und am Hintern sitzt die Naht. Ein Hosenbein ist dafür zu schmal, also einfach nicht im Stoffbruch, sondern zweimal zu schneiden. Und die Nahtzugabe im Stoffbruch nicht vergessen 😉

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Über die Qualität der Fotos wollen wir mal nicht diskutieren. Die sind mit einem mobilen Endgerät gemacht, damit es überhaupt Fotos gibt. Denn zum Nähzeitpunkt war zwar meine Kamera schon wieder aufgetaucht, aber leider war das Ladegerät noch tief in der Schreibtischkiste vergraben.

Also links liegt der eigentliche Stoffbruch, dort habe ich einfach die beiden Teile zusammen genäht, und rechts ist dann die eigentliche Naht. Diese Hose, sehr geliebt und viel getragen, ließ sich sehr gut verarbeiten. Da die Jeans schon eine Weile auf Weiterverarbeitung wartet, war sie faltenfrei und nichts ist beim Nähen verrutscht.

Ich habe mich nicht für die kleinste Größe entschieden, sondern eine 62 genäht. Wie groß so Babys dann tatsächlich sind, kann ich schlecht abschätzen… Aber es sollte nicht die kleinste Größe sein, weil alle immer sagen, dass die so schnell wachsen und die Sachen nicht lange tragen. Das wäre mir bei dieser Hose echt zu schade, wenn sie dann wirklich nur zwei Wochen am Anfang getragen würde! Außerdem habe ich die Beine so genutzt, dass ich zu gegebener Zeit noch eine zweite Hose ungefähr zwei Nummern größer nähen kann 😉

Es mangelt an Bildern… Aber das soll ja auch keine bebilderte Anleitung sein! Man schließt dann noch die Beinnaht und näht die Bündchen ein. Dafür verwende ich weiterhin den blauen Bündchenstoff, den ich noch habe.

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Außerdem habe ich noch mit genähtem Zickzack über die Kante genäht. Dabei ist mir was aufgefallen. Wenn man das so macht, wie hier auf den Bildern, also ungefähr mittig zwischen Bündchen und Hose hin und her, dann näht man innen das überstehende Stück gar nicht wirklich fest. Schwierig zu erklären und kein Foto parat… Auf jeden Fall werde ich bei der nächsten Hose den Zierstich nicht mehr auf das Bündchen, sondern nur noch auf die Hose setzen.

Meiner Meinung nach ist diese Hose durch die Gesamtkomposition geschlechtsneutral. Die Stickerei könnte auf ein Mädchen hindeuten, die blauen Bündchen auf einen Jungen. Babys sehen eh alle gleich aus. Und weil ich diese Hose so geliebt habe, habe ich sie mir nach einer Weile ohne einfach noch mal gekauft, aber eben kleiner. Und sobald ich da wieder rein passe, können das Baby und ich im Partnerlook gehen 😀

Die Moral von der Geschichte ist überraschend positiv: Bei einer wiederverwendeten Jeans und richtiger Bündchenware kann man mit dem Fadenlauf nichts falsch machen 😀 Außerdem werde ich zumindest gefühlt immer sicherer im Umgang und der Kombination von Farben und Mustern, sodass am Ende geschlechtsneutrale Kleidung raus kommt 🙂

Und die Hose bietet sehr viele Verlinkungsmöglichkeiten 😉 Happy Jeans Link-Party, HAPPYrecycling, Kiddikram, made4boys, kostenlose Schnittmuster Linkparty und sogar eine extra Linkparty nur für die RAS!

Die Hose wurde ja aussortiert, weil sie zu groß war. Aber nach einer Weile, keine Ahnung wie lange es gedauert hat, war ich wieder in dem Laden und die Hose gab es immer noch! Da ich sie so schön fand, habe ich sie auch noch mal, aber kleiner, gekauft. Nach der Geburt hat es noch zwei Monate gedauert, aber dem Stillen sei dank passe ich wieder rein! Und so waren wir schon ein paar mal im Partnerlook unterwegs. Oder eben mit der selben Hose, also ich mit dem oberen und er mit dem unteren Teil 😀

Und eine Anmerkung habe ich zum Schluss noch, da ich inzwischen auch einen anderen Hosenschnitt habe: Für Jeans ist der Schnitt, zumindest in meinen Augen, gar nicht schön. Anstatt dass das Bündchen die Hose an den Beinen zusammen zieht, sodass sie nicht über die Füße rutscht, zieht die Hose das Bündchen auseinander. Ich werde diese Hose jetzt wahrscheinlich nicht mehr ändern, aber für das nächste Mal würde ich einfach die Beinbündchen weg lassen, die Beine etwas länger machen und normal säumen. Dann hat man einfach eine Jeans 😉

 

 

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3 Gedanken zu “Babyhose RAS

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