Für Ritter-Sport-Babys…

… quadratisch, praktisch, gut.

Im vorgeburtlichen Zustand habe ich mir natürlich auch Gedanken gemacht, was so ein Baby eigentlich zum Anziehen braucht. Da dachte ich, so ein Strampler ist bestimmt nicht verkehrt. Am besten noch mit Füßen, falls das Baby so ein Frostköttel wird wie der Mann im Haus 😀 Dabei habe ich einen Schnitt gefunden, den WinterSchlaffein, den ich aber leider nicht kaufen konnte, weil die Macherin sich auf ihre Masterarbeit konzentriert hatte (was ich ja eigentlich auch hätte tun sollen…).
Also habe ich weiter gesucht und bin schließlich bei Burda gelandet. Alles was ich gefunden habe, war nur ein Kompromiss, weil leider der WinterSchlaffein nicht zu haben war… Zuerst hatte ich noch gedacht, dass ich an den Strampler von Burda einfach selbst Füße nähe, aber im Prozess habe ich das wieder verworfen, keine Lust.

Ich habe gleich zwei Strampler parallel genäht. Schon zu Beginn hatte ich aus Faulheit beschlossen, keine Wickelöffnung zu nähen. Das wäre einiges an zusätzlicher Arbeit gewesen, außerdem etliche (nicht ganz günstige) Druckknöpfe und ich habe mir gedacht, dass man den Strampler auch so gut an- und ausziehen kann. Aber beim Zuschnitt des ersten Stoffes (der mit den Schiffchen) kam mir der ganze Strampler richtig breit vor! Außerdem sahen die Arme total kurz aus. Haben Babys so kurze Arme?! Das kann ja gar nicht sein! Also habe ich beim zweiten Zuschnitt erst mal den ganzen Strampler an beiden Seiten einen Zentimeter schmaler gemacht und die Armbündchen doppelt so lang. Dann alles fleißig nach Anleitung genäht, also abgesehen von meinen Änderungen 😉

Man sieht es vielleicht bei den Schiffchen, ich musste oben noch einen zusätzlichen Druckknopf anbringen. Der Stoff ist etwas dehnbarer als der Graue und dadurch, dass der Rücken so breit und die Schultern so schmal sind, ist der Strampler total tief ausgeschnitten. Als Schlafanzug für ein Winterbaby also nicht ganz so praktisch (diese Änderung kam dann, als der Minimensch den Schlafanzug schon ein paar mal getragen hat). Der Graue hat insgesamt besser gepasst, die Ärmelverlängerung war aber unnötig; anscheinend haben Babys wirklich so kurze Arme…

Aber mein persönlicher Stolz ist natürlich diese Stickerei 🙂 Ich habe von meinem Versuch berichtet, mit der Maschine zu sticken. Nachdem ich das Problem erkannt hatte, stand dem Ganzen nichts mehr im Weg. Ich habe bei pinterest Monstervorlagen rausgesucht, diese dann frei Hand auf den Stoff übertragen und zweimal rum genäht. Das hat mich einige Nerven gekostet! Gerade an den Stellen, an denen mehrere Linien verlaufen, also an den Füßen, Händen und unter den Armen, hat sich die Nähmaschine schwer getan und ich musste öfter neu ansetzen. Aber ich finde, das hat sich gelohnt! Im Nachhinein ärgere ich mich auch, dass ich diesen Aufwand bei einem so kleinen Teil betrieben habe, immerhin trägt er das gar nicht lang… Aber nun. Und dann war ich auch schon fertig 😀

Die Moral von der Geschichte: Man muss dem Schnittmuster nicht immer blind vertrauen, dieses hier liegt definitiv zu breit im Rücken, aber meistens haben sie schon recht, die Armlänge ist völlig in Ordnung 😉

Verlinkt wird noch bei Handmade on Tuesday, DienstagsDinge, creadienstagMade4BOYS (da werde ich wohl jetzt Stammkundin) und bei Kiddikram 🙂

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